Was hat HPM7 mit einem Eisberg gemeinsam?

HPM7: Der neue Major Release des Heilers Enterprise PIM ist seit kurzem verfügbar. HPM 7 wirkt auf mich wie ein Eisberg: Es hat sich vieles an der sichtbaren Oberfläche getan; jedoch noch viel mehr im Verborgenen. Die wahre Größe von HPM7 wird sich vermutlich in den nächsten Releases zeigen.

  • Kollaboration
    Fangen wir mit dem sichtbaren Teil des Eisberges an. HPM7 besitzt jetzt auch einen Web-Client (PIM Web Access). Der Web-Client wirkt auf mich übersichtlich und intuitiv bedienbar. Der große Bruder HPM Full-Client bekommt eine hübsche Tochter. Somit kann ein deutlich größerer User Kreis, als die bisherigen Power User, direkt mit HPM arbeiten. Auch sind Kollaborationsfunktionen für die Integration von Lieferanten (Supplier Exchange) hinzugekommen. Traditionell sind die PIM System von einem umfassenden Kollaborationsansatz soweit entfernt wie die Arktis von den Tropen. In meinen Augen ist Kollaboration für ein Enterprise PIM System essentiell. Hoffentlich wird der Kollaborationsansatz in den nächsten Releases weiter vorangetrieben.

 

Die Neuerungen unter der Wasseroberfläche sind noch spannender:

 

  • Data Mastering
    Im Bereich Produktdatenverwaltung hat sich unter der Haube einiges getan. Beispielsweise wurden Möglichkeiten der Datenmodellierung erweitert. Die Erweiterung des HPM Datenmodells um das 3 stufige Produktparadigma (3 Tier Product Paradigma) wird vor allem Versandhandels- und Retail Kunden zu Gute kommen. Außerdem wurde Integration des Heiler Media Asset Managers vorangetrieben. Ein interessanter Trend, da die Integration von PIM – und DAM Systemen häufig ein Sollbruchstelle ist.
  • Data Quality
    Mein Eindruck ist, dass sich im Bereich Datenqualität in HPM 7 nicht so viel bewegt hat, wie beim Data Mastering. Jedoch wird dieser Bereich durch die Integration von Informatica Technologien in den nächsten Releases vermutlich erheblich an Gewicht gewinnen. Gelingt die Integration der Informatica Technologien, ist die Brücke zum Master Data Management durchgängig geschlagen.
  • Service API
    Dieser Funktionsbereich wird bei Heiler mit „Integration“ beschrieben. Heiler bietet ab HPM 7 ein Rest basierende Service API an. Damit wird es Fremdsystemen ermöglicht, auf die konsolidierten PIM Daten live zuzugreifen. Dieser Trend ist bei allen Enterprise PIM Systemen zu sehen, die Daten im Multi Channel Kontext zur Verfügung stellen.. Die konsolidierten Produktdaten müssen den unterschiedlichsten Systemen und Anwendungskontexten zur Verfügung gestellt werden. Simple Datenexporte reichen schon lange nicht mehr aus. Das Service API ist für uns als WERK II von herausragender Bedeutung. Unser eigener Major Release des Database Publishing Systems priint:comet 4 wird genau auf das Service API aufsetzen. Damit erreichen wir ein durchgängige Integration der Publishing Prozesse mit HPM 7.

Zusammenfassend kann man schon behaupten, dass HPM 7 ein wichtiger Meilenstein ist. Nicht so sehr im Reigen neuer Funktionen sondern in der Positionierung als Best-of-Breed Enterprise PIM System. Wichtige Funktionsbereiche wie Kollaboration und Data Mastering werden weiterentwickelt. Die Abgrenzung zu verwandten Themen wie Master Datamanagemt ist gelungen.

(Horst Huber)

2 Gedanken zu “Was hat HPM7 mit einem Eisberg gemeinsam?

  1. Hallo Herr Huber,

    die Neuerung finde ich auch sehr spannend, gerade im Unterbau (Service-API). Somit ergänzt Heiler die bereits sehr starke Import/Export Template Engine durch weitere Möglichkeiten.

    Mittlerweile sehr gut gelöst, auch wenn noch Ausbaufähig, ist das Data-Onboarding mittels Supplier Exchange sowie deren Workflows und Kommunikationsmöglichkeiten.

    Grundsätzlich hoffe ich, dass Heiler die Datenmodellierung mittelfristig flexibler gestaltet, vielleicht ist das 3-Tier Produktparadigma der erst Schritt dahin.

    Viele Grüße,
    Damian Deßler

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.